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	<title>martinwaiss.at &#187; Web Innovations</title>
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	<description>Martin Waiss on Web-Innovations and Trends, Social Media, Semantic and Mobile Web from Vienna Austria</description>
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		<title>Wie Zynga mit Aristoteles, Maslow &amp; MLM Geld verdient</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jan 2010 14:13:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Waiss</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer Facebook kennt, kennt mit absoluter Sicherheit auch Mafia-Wars, FarmVille, Café-World, Happy-Aquarium oder Pet-Society. Facebook's Netzwerkprinzip ermöglicht lawinenartige Verbreitung jeglicher Inhalte in kürzester Zeit. Wenige Klicks genügen, um an den ganzen Freundeskreis Einladungen zu dem einen oder anderen Zweck zu verschicken und das Annehmen dieser Einladungen verlangt einem noch wenigere Klicks ab. Das Prinzip ist genauso einfach wie genial. Und vor allem zeitgemäß. 

<img src="http://martinwaiss.at/wp-content/uploads/2010/01/martinwaiss-artikel-img-main-fb-und-zynga-15jan2010.png" alt="martinwaiss.at &#124; Wie Zynga mit Aristoteles, Maslow &#38; MLM Geld verdient" title="martinwaiss.at &#124; Wie Zynga mit Aristoteles, Maslow &#38; MLM Geld verdient" width="688" height="299" class="alignnone size-full wp-image-231" />

Liegt der Erfolg von Facebook-basierten Angeboten wirklich nur in der Masse und der weltweiten Verbreitung? Ist das soziale Netzwerkeffekt allein das Grundprinzip eines erfolgreichen Produktes? Kann es sein, dass Zynga etwas besser umgesetzt hat, als alle anderen Produktverkäufer? In diesem Artikel versuche ich zu erklären, woran Zyngas Erfolg wirklich basiert...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer Facebook kennt, kennt mit absoluter Sicherheit auch Mafia-Wars, FarmVille, Café-World, Happy-Aquarium oder Pet-Society. Facebook&#8217;s Netzwerkprinzip ermöglicht lawinenartige Verbreitung jeglicher Inhalte in kürzester Zeit. Wenige Klicks genügen, um an den ganzen Freundeskreis Einladungen zu dem einen oder anderen Zweck zu verschicken und das Annehmen dieser Einladungen verlangt einem noch wenigere Klicks ab.</p>
<p>Das Prinzip ist genauso einfach wie genial. Und vor allem zeitgemäß.</p>
<p><img src="http://martinwaiss.at/wp-content/uploads/2010/01/martinwaiss-artikel-img-main-fb-und-zynga-15jan2010.png" alt="martinwaiss.at | Wie Zynga mit Aristoteles, Maslow &amp; MLM Geld verdient" title="martinwaiss.at | Wie Zynga mit Aristoteles, Maslow &amp; MLM Geld verdient" width="688" height="299" class="alignnone size-full wp-image-231" /></p>
<h2>Von maslowscher Zynga-Pyramide &#038; goldenen Netzwerkeffekten.</h2>
<p>Selbstverständlich ist Zynga&#8217;s Erfolg nicht unbemerkt geblieben und viele haben bereits versucht herauszufinden, <strong>was für ein Geschäftsmodell es denn ist, mit dem man mit &#8216;Gratis Online Flashgames&#8217; überhaupt Geld verdienen kann</strong>. Die meisten beobachten dabei aber viel mehr die Folgeeffekte als die Gründe dafür. Zyngas Siegeszug liege an dem Netzwerkeffekt der offenen sozialen Medien und deren massenhafter Verbreitung.</p>
<blockquote><p><span style="color: #444">&#8220;Die Antwort liegt offensichtlich im Netzwerk-Effekt, der sich mit facebook &#038; Co erzielen lässt. Über diese Social Networks lässt sich mittels viraler Verbreitung sehr rasch ein entsprechendes Marktvolumen für virtuelle Informationsgüter wie Spielen und Spielezubehör erreichen. Facebook verdient in dieser Partnerschaft sehr gut an der Bewerbung dieses kostenlosen Spiels und Zynga selbst daran, dass es den Spielern virtuelles Spielezubehör verkauft&#8230;&#8221; </span>
<div style="text-align: right"><a href="http://mexxmedia.posterous.com/wer-sind-mark-pincus-und-zynga-und-warum-sind" title="mexx.media: Wer sind Mark Pincus und Zynga und warum sind sie so erfolgreich">Mehr zu Zyngas Erfolg bei mexx.media >></a></div>
</blockquote>
<p>Ähnlich wie mexx.media, suchen die meisten die Erfolghintergründe von <a href="http://zynga.com" title="Zynga: Connecting the world through games"><strong>Zynga</strong></a>, <a href="http://playfish.com" title="Playfish: Social Gaming all over the world"><strong>Playfish</strong></a> &#038; co. im Netzwerken selbst &#8211; es sei die virale Natur von <a href="http://martinwaiss.at/category/facebook" title="Kategorie: Facebook - Alle Beiträge dieser Kategorie">Facebook</a>&#8217;s Netzwerkeffekt. Die 220 Millionen aktiver User sei die ganze Basis dessen.</p>
<p>Das ist im Prinzip korrekt.</p>
<p>Das <strong>Netzwerkeffekt selbst ist aber nicht der primäre Erfolgsgrund von Zynga, Playfish</strong> &#038; co. An dem genannten Netzwerkeffekt allein kann es nicht liegen. Wäre der Erfolg eines Produktes lediglich durch die Masse bedingt, müsste sich demzufolge jedes Angebot (inklusive Spam, Scam, usw.) genauso gut durchsetzen können, weil ja diese Angebote genauso auf Facebook und auch in allen anderen Social Networks groß beworben werden. Würde das stimmen, wäre das das Ende des jeglichen sozialen Netzwerkens bedeuten.</p>
<h2>Was macht also Zynga anders als die restlichen Produktverkäufer?</h2>
<ol>
<li><strong>Zynga verkauft gar Nichts.</strong> Zynga bietet gratis Frezeitbeschäftigung in Form von online Browsergames an. Es sind keine Zwänge, keine Verpflichtungen und keine Abos dabei. Es ist ein freies, jedem zugängliches Angebot. Dadurch bekommen sie bereits den Fuß in Kundens Tür, ohne überhaupt drücken zu müssen. Die Kunden holen sich nämlich das Produkt selbst nach Hause.</li>
<li><strong>Zynga verlangt zu keinem Zeitpunkt Geld dafür.</strong> Man kann jedes dieser Angebote frei in Anspruch nehmen und lebenslang kostenlos nutzen. Das ist das Hauptflair diesen Produkts.</li>
<li><strong>Zynga führt den Kunden ungezwungen in die eigene Produktwelt ein</strong>, lässt ihn sich einzugewöhnen und beginnt ihn ganz langsam zu stimulieren, diese Welt zu mögen. Es gibt gratis Geschenke, besondere Gegenstände, außerordentliche Upgrades. Dem Kunden wird alle Zeit der Welt gelassen.</li>
<li><strong>Zynga motiviert eigene Kunden zur freudigen Interaktion und Wettbewerb mit dieser Welt.</strong> In dieser Welt gelten die gleichen Regeln wie auch sonst auf diesem Planeten: Alles braucht seine Zeit, ohne Mühe kein Preis und nur der Beste gewinnt. Wir alle kennen diese Regeln und wissen damit umzugehen, da wir sie täglich so oder so befolgen müssen.</li>
<li><strong>Zyngas digitale Welt bietet aber einfache und sofort verfügbare Abkürzungen</strong>, die schnell, geradlinig und mühelos zum Ziel führen. Das ist der Hauptunterschied zu unserer Alltagswelt und das ist auch das eigentliche Produkt. In dem Augenblick, wo dem Kunden klargemacht wird, dass er seine gewohnten Probleme jetzt sofort und leistbar lösen kann, kann man von ihm dafür verlangen, was man nur will.</li>
<li><strong>Zynga hat alle Lösungen für jedes dieser Probleme auf einen Klick bereitstehen.</strong> In jedem dieser Spiele wird etwas gebaut, vorangetrieben, verwaltet, produziert, erwirtschaftet. Diese Aktivitäten sind von verschiedenen Faktoren abhängig, es dauert eine Zeitlang bis es fertig ist, man muss bestimmte Auflagen erfüllen (Freundesanzahl, Bargeldmenge, Gegenstandlevel, usw.) und man kommt nur Schritt für Schritt voran. Da kommt unsere menschliche Natur ins Spiel, die uns immer dazu verführen wird, nach schnelleren, performanteren oder einfacheren (Aus)Wegen zu suchen und genau das ist die Basis des finanziellen Erfolgs und das eigentliche Geschäftsmodell.</li>
</ol>
<h2>Zwei Grundprinzipien von (nicht nur) Zyngas Erfolg</h2>
<ol>
<li>Jeder Mensch ist von Natur aus ein soziales, kommunikatives und selbstrepräsentatives Wesen. Gemeinschaftliche Interaktion gehört zu den wichtigsten Voraussetzugen für menschliches Glück. Das ist das Prinzip, warum Facebook so gut gedeiht und die Basis des allgemeinen Netzwerkeffekts. (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles" title="Wikipedia: Aristoteles">mehr zu Aristoteles >></a>)</li>
<li>Jeder Mensch hat seine natürliche angeborene und unbestreitbare Alltagsbedürfnisse. Von elementaren Existenzbedürfnissen wie Nahrung, Schlaf, Familie, Sicherheit, über soziale Bedürfnisse wie Liebe, Kommunikation, oder Anerkennung, bis zu Individualbedürfnissen wie Selbstverwirklichung oder Perfektion. (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Abraham_Maslow" title="Wikipedia: Maslow und seine Bedürfnisspyramide">mehr zu Maslow >></a>)</li>
</ol>
<h2>Was die Marketingwelt von Zynga lernen kann.</h2>
<p>In Zyngas Welt gibt es die gleichen Befürnisse und Herausforderungen wie auch sonst im unseren Alltag, mit dem einen wesentlichen Unterschied, dass es in dieser Welt für wirklich jede Situation eine einfachere, schönere, schnellere oder performantere Lösung gibt.</p>
<ul>
<li>Hat man keine Lust abzuwarten, bis die Zeit zur Fertigstellung eines Gegenstandes oder einer Aktion vergeht, kann man sich die Fertigstellung gleich mit einem Klick erkaufen. Wenn man will.</li>
<li>Hat man keine Lust Schritt für Schritt aufzubauen und schön langsam voranzukommen, kann man sich diesen Upgrade sofort mit einem Klick kaufen. Wenn man will.</li>
<li>Will man in die Bestlisten vordringen um die Freunde und Mitspieler zu überholen und beeindrucken ohne darauf mühevoll hinarbeiten zu müssen, kann man sich diese Position augenblicklich mit einem Klick erwerben. Wenn man will.</li>
</ul>
<p>Wenn man sich&#8217;s jetzt nochmals anschaut, <strong>welche Anwendungsfälle hinter dieser Strategie stecken</strong>, kommt bei mir ganz deutlich heraus, dass uns Zynga in Wirklichkeit die Erfüllung unserer natürlichsten und unausweichlichen Alltagsbedürfnisse verkauft. Bei Zynga kann man sich nämlich Zeit, Freude, Erfolg, Talent, Prestige, Respekt oder Anerkennung kaufen. Gleich hier und jetzt. <strong>Das Geschäftsmodell in diesem Fall sind unsere alltäglichsten Bedürfnisse</strong>, die wir uns selbst holen wollen, ohne dass man uns diese nachtragen muss.</p>
<h2>Zynga demonstriert erfolgreich, dass Geld nicht die einzige Währung ist.</h2>
<p>Es gibt unzählige Methoden den Kunden zur Kassa zu bitten ohne ihm gleich direkt die Geldscheine aus der Tasche zu ziehen. Kontozugriff, persönliche Daten, Freundesdaten, Netwerkaktionen, Gewinnspielteilnahmen, Produkttest, etc. etc. etc. lassen sich zu barem Geld ummünzen, ohne dabei dem Kunden klarzumachen, dass es ihn doch etwas kostet.</p>
<p>An sich ist dieses Prinzip nicht so neu.</p>
<p><strong>Browsergames</strong> (Travian, Wurzelimperium, usw.) bedienen sich dessen schon länger. Es gibt immer eine gratis Version mit allen Features und dann eine Bezahlversion in der man Vorteile erwerben kann, die man sonst nur mühsam über langen Weg erreichen könnte. Darauf basieren dann wieder weitere Dienste, bei denen man für das eine oder andere (Zynga)Spiel exklusive Tipps &#038; Tricks, Anleitungen, Upgrades, Gegenstandsets, usw. gibt, die man großteils schon durch das &#8220;Fan werden&#8221; der einen oder anderen Applikation (gegen den Kontozugriff) erwerben kann.</p>
<h2>Hier kommt ein weiteres wichtiges Prinzip ins Spiel, das Multi-Level-Marketing.</h2>
<p>Das Prinzip von MultiLevelMarketing ist die konstante (möglichst einfache) Rekrutierung neuer Mitglieder und genau dessen bedient sich die <strong>Social Industrie</strong>. Um erfolgreich weiterzukommen, was jeder von uns auch verfolgt, muss man immer wieder neue &#8216;Freunde / Mitspieler / Mitbestreiter&#8217; rekrutieren und selbst für das virale Marketingeffekt des jeweiligen Spieles sorgen. Durch die Teilnahme in verschiedenen assoziierten Fangruppen wird das Netzwerkeffekt nochmals verstärkt. Und was gibt es denn einfacheres als ein Klick auf ein Button. (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Multi_Level_Marketing" title="Wikipedia: Multi Level Marketing alias Netzwerk Marketing">mehr zu MLM >></a>)</p>
<p><strong>Das sind die Grundprinzipien, mit denen Zynga, Playfish &#038; co. viel Geld verdienen</strong>, und nicht nur das Netzwerkeffekt selbst.</p>
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		<title>Standortbezogene Dienste von Heute &amp; Morgen</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 16:30:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Waiss</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mobile Web]]></category>
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		<description><![CDATA[<img src="http://martinwaiss.at/wp-content/uploads/2010/01/martinwaiss-artikel-img-main-quovadisgowalla-688x299-05feb2010-optimiert.jpg" alt="martinwaiss.at &#124; Standortbezogene Dienste von Heute &#38; Morgen alias Quo Vadis Gowalla" title="martinwaiss.at &#124; Standortbezogene Dienste von Heute &#38; Morgen alias Quo Vadis Gowalla" width="688" height="299" class="aligncenter size-full wp-image-648" />

<strong>Standortbezogene Dienste</strong> wurden mit der 'Erfindung' des <abbr title="A-GPS: Assisted Global Positioning System" style="font-family="Lucida Console, Courier New, monospace"><strong>A-GPS</strong></abbr> geboren und sind seit dem in aller Munde. Auf dem Gebiet der mobilen Dienste wird von dieser Technologie Vieles erwartet und es gibt inzwischen auch eine Handvoll Applikationen, die sich der Standortermittlung des Handynutzers bedienen. Es gibt bereits zwei Dienste, die sich dabei als Vorreiter sehen: Gowalla &#038; Foursquare. Was dabei die Revolution sein sollte oder könnte, versuche ich in diesem Artikel herauszufinden...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Standortbezogene Dienste</strong> wurden mit der &#8216;Erfindung&#8217; des <abbr title="A-GPS: Assisted Global Positioning System" style="font-family: Lucida Console, Courier New, monospace"><strong>A-GPS</strong></abbr> geboren und sind seit dem in aller Munde. Auf dem Gebiet der mobilen Dienste wird von dieser Technologie Vieles erwartet und es gibt inzwischen auch schon unzählige Applikationen, die sich der Standortermittlung des Handynutzers bedienen.<br />
&nbsp;</p>
<p><img src="http://martinwaiss.at/wp-content/uploads/2010/01/martinwaiss-artikel-img-main-quovadisgowalla-688x299-05feb2010-optimiert.jpg" alt="martinwaiss.at | Standortbezogene Dienste von Heute &amp; Morgen alias Quo Vadis Gowalla" title="martinwaiss.at | Standortbezogene Dienste von Heute &amp; Morgen alias Quo Vadis Gowalla" width="688" height="299" class="aligncenter size-full wp-image-648" /></p>
<p>Verschiedenste Dienste sind sofort auf diesen Zug aufgesprungen und bieten dem Kunden eigene Angebote basiert auf dem aktuellen Nutzerstandort. Durch das <abbr title="A-GPS: Assisted Global Positioning System" style="font-family: Lucida Console, Courier New, monospace">A-GPS<strong><a href="#agps" title="A-GPS - Zur Erklärung der Standortermittlung bei Wikipedia springen" style="text-decoration: none; font-size: 150%">*</a></strong></abbr> kann der ungefähre Standort des konkreten Handynutzers wesentlich schneller als mittels GPS selbst ermittelt werden und somit wurde diese <strong>Technologie für &#8216;Realtime-Services&#8217; einsatzbereit</strong>.</p>
<p>Demzufolge haben wir heute bereits unzählige Dienste, die uns unter Zuhilfename von unserer positions-, zeit und personenabhängigen Daten selektive Informationen bereitstellen können.</p>
<h2>Ein Abend. Eine Aufgabe. Fünf verschiedene Applikationen.<br />
Soll das die Revolution sein?!</h2>
<p>Also habe ich in der Zwischenzeit auch schon gut <strong>20 standortbezogene Dienste am <a href="http://martinwaiss.at/category/iphone" title="Kategorie: iPhone - Alle Beiträge dieser Kategorie">iPhone</a></strong>. Von Essenzustellung, über Kinoprogramm bis zu Hilfe beim Parken. Es nimmt viel Platz ein, ist unübersichtlich und für jeden einzelnen UseCase brauche ich eine andere davon. Jede einzelne muss man separat installieren, separat konfigurieren, separat verwalten, separat aktualisieren und separat benutzen.</p>
<p><img src="http://martinwaiss.at/wp-content/uploads/2010/01/martinwaiss-artikel-img1-quovadisgowalla-688x299-05feb2010-optimiert.jpg" alt="martinwaiss.at | Standortbezogene Dienste von Heute &amp; Morgen alias Quo Vadis Gowalla" title="Gowalla heute: Einchecken, Auschecken, Einchecken, Auschecken, ... Und weiter?" width="688" height="299" class="aligncenter size-full wp-image-649" /></p>
<p>Wenn ich mal also mit meiner Frau zum Essen und dann ins Kino fahre, brauche ich mindestens drei Applikationen dafür, einmal um das Essen zu checken, dann das Kinoprogramm und anschließend noch die Parkplätze. Sollte ich für&#8217;s Restaurant oder &#8217;s Kino einen Gutschein benutzen wollen, brauche ich noch eine App, die sich darum kümmert. Und wenn ich dann später das Auto nichtmehr finden kann, brauche ich eine weitere App dafür, die sich das merkt und es mir später sagen kann.</p>
<p>Inzwischen ist der Abend vorbei und ich stehe mit leerem Akku da&#8230; Mühsam, zeit- &#038; akkufressend und äußerst unpraktisch.</p>
<p><img src="http://martinwaiss.at/wp-content/uploads/2010/01/martinwaiss-artikel-img2-quovadisgowalla-688x299-05feb2010-optimiert.jpg" alt="martinwaiss.at | Standortbezogene Dienste von Heute &amp; Morgen alias Quo Vadis Gowalla?" title="Gowalla heute: Was zum Geier sollen diese sinnlosen Gegenstände genau bringen?!" width="688" height="299" class="aligncenter size-full wp-image-650" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Und dann kam foursquare und es kam gowalla.<br />
Und das Web sah, dass es schon (fast) gut war.</h2>
<p>Als dann später <a href="http://foursquare.com/" title="FourSquare: Check in, Find your friends, Unlock your city">foursquare</a> und <a href="http://gowalla.com" title="Go out, go discover, go share - Gowalla">gowalla</a> aufgetaucht sind, wollte ich schon mal jubeln, da ich geglaubt habe, endlich hat einer die Möglichkeiten von Standortbezogenen Diensten richtig begriffen und umgesetzt. Umso größer war dann meine Verzeweiflung, als ich Gowalla ausprobiert habe.</p>
<p>Warum? Einfache Antwort. <strong>Was genau bietet mir Gowalla</strong> überhaupt? Kann ich&#8217;s essen, kann ich&#8217;s kaufen, kann ich damit fahren?</p>
<p>Naja, ich kann je nach aktuellem Standort einen neuen &#8216;Spot&#8217; (Platz, Stelle, Ort, Punkt, etc. &#8211; ich belasse es bei Spot) erstellen und/oder in einem von den vorhandenen einchecken. <strong>Standortbezogen ist dabei lediglich die Validierung des aktuellen Standortes.</strong> Ich kann mir die Plätze ansehen, die meine Freunde besuchen und die Eigenen. Ich kann mir eine unsortierte Liste von nichtssagenden fremden &#8216;Spots&#8217; ansehen und mir die unbekannten Orte auf der Karte anschauen. Ich kann ebenfalls pro besuchten oder erstellten &#8216;Spot&#8217; irgendein Gegenstand aufnehmen und/oder ablegen. (Woher diese kommen und was sie genau bringen ist mir bis heute schleierhaft.)</p>
<p><img src="http://martinwaiss.at/wp-content/uploads/2010/01/martinwaiss-artikel-img3-quovadisgowalla-688x299-05feb2010-optimiert.jpg" alt="martinwaiss.at | Standortbezogene Dienste von Heute &amp; Morgen alias Quo Vadis Gowalla?" title="Gowalla heute: Freundesprofil ansehen um festzustellen, dass auch der Freund die U-Bahn färht? Wow, wirklich revolutionär ... ^^" width="688" height="299" class="aligncenter size-full wp-image-651" /></p>
<p>Obendrauf kann ich alle diese Aktivitäten per <a href="http://martinwaiss.at/category/twitter" title="Kategorie: Twitter - Alle Beiträge dieser Kategorie">Twitter</a> oder <a href="http://martinwaiss.at/category/facebook" title="Kategorie: Facebook - Alle Beiträge dieser Kategorie">Facebook</a> mit den Freunden teilen. Und das war&#8217;s dann auch schon.</p>
<p>Aha. Alles klar. Also dafür brauche ich wirklich keine Gowalla und erst kein Foursquare.</p>
<p><img src="http://martinwaiss.at/wp-content/uploads/2010/01/martinwaiss-artikel-img4-quovadisgowalla-688x299-05feb2010-optimiert.jpg" alt="martinwaiss.at | Standortbezogene Dienste von Heute &amp; Morgen alias Quo Vadis Gowalla?" title="Gowalla heute: DAS DA sollen meine Nearby-Trips sein? Wollt ihr mich komplett veräppeln?!" width="688" height="299" class="aligncenter size-full wp-image-652" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Nerdspielzeug- oder Businesscase-Zukunft?</h2>
<p>Trotz jeglicher Mühe finde ich keinen einzigen wirklich brauchbaren &#8211; und zumindest hin und her notwendigen Usecase (weil keine Notwendigkeit = kein Business case = keine Zukunft), ausgenommen der unnötigen Spielerei, wie beispielsweise auf jedem Schritt &#038; Tritt einen neuen Spot zu erstellen und/oder sich da und dort ein- und wieder auszuloggen. Die Push-Notifikation über diese Ereignisse hat sowieso schon jeder abgedreht. Nicht mal in Wien mit anderen Wienern hat es etwas gebracht. Wenn man gemeinsam auf einem Ort ist, findet man sich auch über Twitter oder Facebook zusammen, wenn jeder woanders ist, ist es erst egal.</p>
<p><strong>So ist das ganze zwar ein nettes aber auch ein komplett unnötiges Nerd-Spielzeug.</strong></p>
<h2>Quo vadis Gowalla? Gestern und Morgen.</h2>
<p><strong><a href="http://gowalla.com" title="Go out, go discover, go share, Gowalla"> Gowalla hätte das Potenzial.</a></strong> Gute Umsetzung, solider Auftritt, eleganter Client. Das ist Gowalla heute. Für &#8216;morgen&#8217; träume ich von sowas in etwa:</p>
<p><strong>Standortbezogene Dienste mal richtig. (M)Ein Tag mit Gowalla</strong>:</p>
<p>Nach dem Aufstehen, unterwegs zum <strong>Bäcker</strong> schaue ich auf Gowalla nach, ob mein Bäcker offen hat und lade mir gleich ein <strong>Frühstücksgutschein</strong> herunter, mit dem ich beim Bäcker dann nur die Hälfte zahlen muss. Auf dem Weg zur <strong>U-Bahn</strong> warnt mich Gowalla, dass der Bahnhof Meidling schneekalamitätbedingt geschlossen ist und ich lieber gleich auf alternative Verbindungen ausweichen soll, noch bevor ich im Stau lande. Als Alternative bietet mir die Applikation auch gleich 3 <strong>Taxi</strong>nummer an, falls ich nicht anders weiterkommen sollte. In der U-Bahn kann ich dann gleich das Gebäck begutachten und eine <strong>Rezension</strong> über meinen Bäcker schreiben, resp. mir die Bewertungen der anderen Benutzer ansehen.</p>
<p>Angekommen im <strong>Office</strong>, kann ich im Gowalla gleich mal nachsehen, was es heute zum Mittagessen gibt &#8211; weil ich mir über die offene API das <strong>Kantinenforumfeed</strong> abonniert habe &#8211; und kann planen, wann was am besten zu erledigen ist. Nach der Arbeit schaue ich schnell bei meinem <strong>Friseur</strong> vorbei, muss aber feststellen, dass der auf Urlaub ist. Gowalla weiß aber wo ich gerade bin und kann mir daher auch gleich sagen, dass es um zwei Ecken weiter einen Friseur gibt, der einige gute Bewertungen von anderen Usern bekommen hat und jetzt offen hat. Frisch frisiert springe ich noch zum <strong>Billa</strong> nebenan, weil ich dort mit meiner mobilen Version der &#8220;10 persönlichen Lieblingsprodukten&#8221; Ermäßigugen bekommen kann, ohne dabei ein &#8216;Analog-Heftl&#8217; mitzuschleppen. Am Weg nach Hause, kann ich schon mal wieder die gerade in Anspruch genommenen Dienste bewerten und (nicht) weiterempfehlen. Nebenbei erinnert mich Gowalla, dass heute um 20 Uhr auf <strong>Arte</strong> meine Lieblingssendung läuft.</p>
<p>Sobald ich wieder im Kabelwerk bin, sagt mir Gowalla, dass das Apollo-<strong>Kino</strong> heute Avatar spielt, nach dem ich es letztlich gegoogelt habe und dass es am Abend gleich drei Vorstellungen gibt und es gibt noch Tickets. Die <strong>Tickets</strong> selbst kann ich gleich mit einem <strong>&#8220;Gowalla-1-Click-Buy&#8221;</strong> kaufen. Als Bestätigung bekomme ich einen &#8216;unique code&#8217; mit dem ich im Kino nachweisen kann, dass ich die Tickets gekauft habe. Nach einem erfolgreichen Kinoabend verrät mir Gowalla, dass es ja heute auch die Abschiedsparty in meiner <strong>Lieblingsbar</strong> gibt, die ich nicht verpassen sollte, weil ich die Teilnahme vor einer Woche auf Facebook bestätigt habe. Es kann mir auch gleich sagen, welche weitere meiner Freunde zugesagt haben.</p>
<p>Wenn ich dann nach den sieben Cider noch Lust bekomme, daheim etwas zu naschen, spuckt mir Gowalla die zutreffenden <strong>Fastfoodzustelldienste</strong> aus und kann mir gleich sagen, dass ich am liebsten bei dem Einen oder Anderen bestelle, weil ich das letzte mal unzufrieden war und eine negative Bewertung abgegeben habe. Während ich dann zufrieden schlafe, checkt Gowalla meine Feeds und kann mir gleich als erstes morgen früh sagen, dass mein bestelltes Buch bei der <strong>Thalia</strong> angekommen ist und dass um halb acht der <strong>Postler</strong> mit der Zooplus-Lieferung kommt. Und dass ich später nicht vergessen soll <strong>Lotto</strong> zu spielen, weil Dreifachjackpot. Und ich soll mich gut anziehen, weil der Wetterdienst für heute einen <strong>Schneesturm</strong> angekündigt hat&#8230;</p>
<p>Man hat jetzt ungefähr die Vorstellung, wo ich damit hinwill, richtig?</p>
<h2>Alles nur Träumerei? Jeden dieser Dienste gibt es bereits. Standalone.</h2>
<p>Es würde mich nicht wundern, wenn man mich jetzt schon auf den digitalen Scheiterhaufen als unverbesserlichen Träumer schickt, aber ehrlich &#8211; jede der oben genannten Applikationen gibt es bereits &#8211; standalone halt. Wer es nicht glaubt, möge sich bitte folgende Dienste ansehen: <strong>Vooch, iHunger, Taxi, CineGuide, Verkehrsinfo, HotelRadar, Tiggits, Coffee Finder, Leiwand, Parking Near, Aka-Aki, WetterAtApp, Shopper, Barcoo, </strong> etc. etc. etc.</p>
<p>So stelle ich mir <strong>Standortbezogene Dienste von Morgen</strong> vor. So macht es Sinn, so sind <strong>konkrete alltägliche kommerzialisierbare Anwendungsfälle</strong> dabei, anstatt nur irgendwo ein- und auszuchecken und damit lediglich Zeit zu verbraten, da man sonst damit eh nichts anfangen kann&#8230;</p>
<p><strong>Also liebe Gowallagründer, wie sieht die Gowalla-Zukunft in euren Köpfen aus?</strong> Unnötiges Nerdspielzeug oder doch das erste standortbasierte sinnvolle und kommerzialisierbare mobile Angebot?</p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;<br />
&nbsp;</p>
<h5>Fußnoten:</h5>
<p><a name="agps" style="font-size: 150%">*</a><br />
<blockquote><span style="color: #444">&#8220;Bei Mobiltelefonen ist anhand der Funkzelle, die das Telefon bedient, der ungefähre Aufenthaltsort bereits bekannt. Dieser Ort kann durch Messungen der Signallaufzeiten von den anderen in der Nähe befindlichen Mobilfunkmasten weiter präzisiert werden. Der Empfang von mindestens drei Basisstationen ist erforderlich, um den Standort auf diese Weise eindeutig ausrechnen zu können. Die Höheninformation kann bei diesem Verfahren auch mit drei Basisstationen nicht bestimmt werden. Die Ortsangaben der eingebuchten (in den meisten Fällen also der nächsten) Funkzelle verwendet auch Google Maps for Mobile in seiner Funktion &#8220;MyLocation&#8221;&#8230; </span>
<div style="text-align: right"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Assisted_Global_Positioning_System" title="Wikipedia: Assisted GPS">Mehr zu A-GPS bei Wikipedia >></a></div>
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